Der Computer hat sich in den letzten 30 Jahren zu einem der wohl wichtigsten Werkzeuge im Bereich Technik und Wissenschaft entwickelt. Viele Universitäten bieten ihren Studierenden daher seit längerer Zeit fest eingerichtete Computerarbeitsplätze an.

Inzwischen hat sich aber die mobile Nutzung von Rechnern durchgesetzt und ist heute aus dem Studierendenalltag nicht mehr weg zu denken.

Die Anfänge

An der ETH Zürich wurde im Jahre 2001 im Rahmen der ETH World Initiative ein Projekt lanciert, welches zum Ziel hatte, ETH-Studierende mit mobilen Rechnern bester Qualität auszustatten - dies zu einem für Studierende tragbaren Preis (man mag sich heute kaum noch daran erinnern, aber ein vollwertiges IBM Laptop kostete damals über CHF 7’000; für Studierende i.d.R. eine unbezahlbare Summe). Um sicher zu stellen, dass die angebotene Hardware der gewünschten Qualität entspricht, wurde ein Evaluations- und Testverfahren entwickelt, welches sowohl die Hardware wie auch die Dienstleistungen der Hersteller im Detail untersucht. Projekt Neptun wurde zuerst in eine Pilotversuch an 3 Departementen der ETH Zürich durchgeführt und auf die gesamte Hochschule ausgeweitet, nachdem der Pilot gezeigt hatte, dass das Interesse der Studierenden an Projekt Neptun gross war.

Öffnung für alle Schweizer Hochschulen und Integration in die SSD

Nach erfolgreicher Umsetzung und Etablierung von Projekt Neptun innerhalb der ETH Zürich, wurde das Programm zwischen 2005 und 2007 nach und nach für alle Hochschulangehörigen der Schweiz geöffnet. Das Evaluationsverfahren wurde beibehaalten und verfeinert und das Angebot wurde so gestaltet, dass für Studierende möglichst aller Studiengänge ein Gerät zur Verfügung steht, welches die Bedürfnisse abdeckt. Im Jahr 2011 erfolgte schliesslich die Gründung des ETH Spin-Offs Stonepine Labs GmbH mit dem Ziel, Projekt Neptun weiter zu entwickeln. Stonepine Labs GmbH wurde von den langjährigen Neptun-Mitarbeitern Lisa von Boehmer und Dominik Candreia sowie dem Verein der Studierenden der ETH Zürich - VSETH - ins Leben gerufen. Im Mai 2016 wurde Projekt Neptun in die non-profit Stiftung SD - Stiftung Studenten-Discount - integriert.

Öffnung für Schulen und Zusammenarbeit mit educa.ch

Im Herbst 2016 wurde ein Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit educa.ch lanciert. Im Rahmen des Pilotprojekts wurde eine Authentisierung mit dem educanet²-Login eingerichtet, über welche sich Lehrpersonen als solche ausweisen und anschliessend eine Bestellung tätigen können. In einer ersten Pilot-Phase haben nur Lehrpersonen Zugang zum Angebot. Weitere Informationen zur Zusammenarbeit finden Sie unter www.educanet2.ch/ww3ee/38329860.php

Unterschiede zu anderen Anbietern

Projekt Neptun versorgt somit seit über einer Dekade viele Studierende und Hochschulmitarbeitende in der Schweiz mit hochwertigen Arbeitsgeräten und Support-Dienstleistungen. Das Angebot von Projekt Neptun unterscheidet sich von dem anderer Anbieter in vielerlei Hinsicht:

  • Qualität: Ein Hauptaugenmerk liegt auf der Qualität der angebotenen Rechner. Ein Laptop soll die Studentin/Studenten nach Möglichkeit durch das ganze Studium begleiten und nicht mehrfach ersetzt werden müssen. Dies schont das Portemonnaie der Studierenden und kommt letztendlich auch der Umwelt zugute.

  • Evaluation: Um den Qualitätsansprüchen gerecht zu werden, führt Projekt Neptun alle 2-3 Jahre eine grosse Evaluation der Laptop-Hersteller durch. Dazu werden alle uns bekannten Hersteller aufgefordert, gemäss Kriterienkatalog Offerten einzureichen. Darauffolgend werden die Rechner und die vom Hersteller angebotenen Supportleistungen (Hotline, Reparatur-Service, etc.) auf Herz und Nieren geprüft. Kriterien, wie z.B. Robustheit, die im Studierendenalltag von besonderem Interesse sind, werden während der Evaluation besonders sorgfältig in Augenschein genommen. Das Evaluationskomitee besteht aus IT-Fachleuten und Studentenvertretern verschiedener Bildungsinstitutionen. Nach einem mehrstufigen Evaluationsprozess wählt das Komitee schliesslich die best-abschneidenden Hersteller aus und geht mit diesen eine Kollaborationspartnerschaft für 2-3 Jahre ein.
    Auch die einzelnen Angebote der jeweiligen Verkaufsfenster . i.d.R. Geräte aus den “Business lines” der Hersteller, welche in den speziell zusammengestellten Konfigurationen auf dem freien Markt oft gar nicht, oder zumindest nicht zu vergleichbaren Konditionen verfügbar sind – werden vorab intensiv geprüft, um sicherzustellen, dass die empfohlen Rechner, dem aktuellsten Stand der Technik entsprechen und die strengen Qualitätskriterien von Projekt Neptun erfüllen. Aus oben genannten Gründen dürfte auch klar sein, warum es nicht das Ziel von Projekt Neptun ist, Billiggeräte anzubieten.

  • Verkaufsfenster: Die von Projekt Neptun empfohlene Hardware kann während zwei Verkaufsfenstern jeweils zu Beginn der Semester bestellt werden. Der Verkauf erfolgt ausschliesslich online über unsere Vertriebspartner.
    Durch die Einschränkung auf Verkaufsfenster ist es möglich, sehr hohe Rabatte auf die angebotene Hardware zu erzielen. Auch ist die Verfügbarkeit der angebotenen Modelle in der entsprechenden Konfiguration garantiert – etwas, das beim ganzjährigen Verkauf in der Regel nicht umsetzbar ist. Auch können wir so z.B. Versionen mit US-Tastatur und Linux-Version (bzw. Geräte ohne vorinstalliertes Betriebssystem) anbieten, welche sonst nicht in der Schweiz angeboten werden.

  • Demo Days: Da die von Projekt Neptun empfohlenen Geräte ausschliesslich online bestellbar sind, besucht das Team während der Verkaufsfenster jeweils eine Vielzahl von Hochschulen in der ganzen Schweiz. Auf dieser Tour werden die Geräte präsentiert und Studierende haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen oder sich beraten zu lassen, welche Rechner den Anforderungen des jeweiligen Studiums bzw. den jeweiligen individuellen Bedürfnissen gerecht werden.

  • Supportdienstleistungen: Da es nicht das Ziel von Projekt Neptun ist, einem Studierenden einen Rechner zu verkaufen und ihn dann sich selbst zu überlassen, besteht eine Palette von Supportangeboten, von denen Neptun-Kunden Gebrauch machen können. Unter anderem werden Kunden oder Personen, die sich überlegen ein Neptun-Gerät zu kaufen, per E-Mail und/oder Telefon beraten. An den Demo-Tagen und an den Help-Points (s.u.) können sich Studierende auch persönlich beraten lassen.
    Bei Problemen mit dem Neptun-Rechner, stehen ebenfalls E-Mail, Telefon sowie die Help-Points zur Verfügung. Die Neptun Help-Points sind Support-Standorte von Projekt Neptun, welche zur Zeit in Basel, Luzern und Zürich etabliert sind. Bei Fragen oder Problemen können Neptun-Kunden zu den Öffnungszeiten vorbeikommen oder allenfalls vorher einen Termin koordinieren, um sich helfen zu lassen. Die Help-Points befinden sich zum Teil direkt im Hochschulgebäude oder nur unweit entfernt von den Universitäten.

  • Leihrechner: Projekt Neptun verfügt über einen Pool von Leihrechnern, welche Kunden, deren Neptun-Rechner allenfalls zur Reparatur eingesandt werden muss, für die Dauer der Reparatur zur Verfügung gestellt wird. Auch im Falle eines Diebstahls kann ein Neptun-Leihrechner helfen, die Zeit bis zu einer allfälligen Neu-Akquisition zu überbrücken.

Die oben genannten Punkte sind eine nicht abschliessende Aufzählung der möglichen Vorteile, die Projekt Neptun gegenüber anderen Anbietern aufweist. Es ist uns ein Anliegen, Studierende mit dem für sie bestmöglichen Gerät auszustatten, um sicherzustellen, dass der Rechner über lange Zeit – möglichst das gesamte Studium - ein hilfreiches Arbeitsgerät darstellt. Auch ist uns die Begleitung über den Kauf hinaus wichtig, um schnelle, günstige und effektive Hilfe leisten zu können, sollten doch einmal Probleme mit einem Neptun-Rechner auftreten.